Wehende Pferdmähnen, leuchtende Kinderaugen: Die Spanische Hofreitschule in Wien
Wehende Pferdmähnen, leuchtende Kinderaugen: Die Spanische Hofreitschule in Wien
Falls Sie eine oder auch mehrere Töchter haben, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie einen fanatischen Pferdefan in der Familie haben, schon recht hoch. Und wen einmal das Pferdefieber gepackt hat, den lässt es so schnell nicht wieder los: Da wird das ganze Kinderzimmer mit Pferdepostern tapeziert und nur noch Pferdebriefpapier benutzt, und nach der Schule geht es sofort zum Pflegepferd… Mit einem solchen Kind werden Sie beim Familienurlaub in Wien um einen Ort ganz bestimmt nicht herumkommen: Um die weltberühmte traditionsreiche Spanische Hofreitschule in der Hofburg! Hier wird auch ansonsten pferdeindifferenten Kindern der Mund offen stehen bleiben angesichts der vollendeten Kunst der weißen Lipizzaner…
Schönster Reitsaal der Welt
Bereits die Anlage der Spanischen Hofreitschule in Wien ist ein wahres Erlebnis: Die Winterreitschule gilt sogar als schönster Reitsaal der Welt! Sie wurde von Kaiser Karl VI in Auftrag gegeben und 1735 fertig gestellt, nachdem ihre Vorgängerin, eine einfach Holzhalle, während der Türkenkriege schwer beschädigt worden war. Von Anfang an diente die wunderschöne Winterreitschule nicht nur Zwecken der Hofreitschule, sondern es wurden auch rauschende Bälle und Maskenfeste in ihr gefeiert. Im Revolutionsjahr 1848 tagte hier sogar der erste Reichstag der Monarchie! Sie befinden sich also auf traditionsreichem Boden; die Spanische Hofreitschule ist aus der österreichischen Geschichte nicht wegzudenken.
Warum denn „spanisch“?
Wahrscheinlich werden Ihre Kinder etwas verwirrt sein, wenn sie Sie von der Spanischen Hofreitschule sprechen hören. „Warum denn spanisch? Wir sind doch in Österreich!“ wird vielleicht ein schlauer Knirps fragen, und recht hat er! Dann können Sie ihm erklären, dass die ersten Pferde, die in der Hofreitschule beritten wurden, spanischer Herkunft waren. Auch die Lipizzaner, die heutigen Stars der Hofreitschule, haben spanische Vorfahren. Tatsächlich heißt diese älteste Kulturpferderasse Europas erst seit dem 19. Jahrhundert Lipizzaner; vorher trugen die edlen Schimmel den Namen „Spanische Karster“. Ansonsten ist an der Hofreitschule natürlich herzlich wenig spanisch, sondern im Gegenteil alles kaiserlich-königliche habsburgische Tradition!
Morgenarbeit
Am besten kommen Sie morgens in die Hofreitschule und wohnen der sogenannten „Morgenarbeit“ der weißen Hengste und ihrer Bereiter in historischer Uniform bei! Seit dem Ende der Monarchie ist die Morgenarbeit öffentlich, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Allerdings ist das Zuschauen kostenpflichtig, schließlich muss sich die Spanische Hofreitschule seit 2001 als Gesellschaft öffentlichen Rechts finanzieren. Bei der Morgenarbeit können Sie hautnah miterleben, wie die Bereiter mit ihren kostbaren Schimmeln in Gruppen mit bis zu acht Tieren üben, im Fachjargon gymnastizieren. Bestimmte Muskelpartien müssen trainiert werden, damit die Pferde die Lektionen der sogenannten „Hohen Schule der Reitkunst“ überhaupt erlernen können. Ihre Kinder werden mit strahlenden Augen jede Bewegung der herrlichen Tiere verfolgen…
Geführter Rundgang
Lohnend für Pferdefans ist auch ein geführter Rundgang durch die weitläufigen Anlagen der Spanischen Hofreitschule. Ein solcher Rundgang dauert etwa eine Stunde und ermöglicht Ihnen einen Einblick in die Stallungen der Lipizzaner, die Sommerreitschule und die Stallburg, Wiens bedeutendstes Renaissance-Gebäude. Und dann landen Sie garantiert im Cafè der Spanischen Hofreitschule im stimmungsvollen Innenhof der Sommerreitschule und beschließen Ihren Ausflug mit einer zünftigen „Melange“ für alle!
Informationen zu Eintrittspreisen und aktuellem Programm finden Sie unter www.srs.at
Schönster Reitsaal der Welt
Bereits die Anlage der Spanischen Hofreitschule in Wien ist ein wahres Erlebnis: Die Winterreitschule gilt sogar als schönster Reitsaal der Welt! Sie wurde von Kaiser Karl VI in Auftrag gegeben und 1735 fertig gestellt, nachdem ihre Vorgängerin, eine einfach Holzhalle, während der Türkenkriege schwer beschädigt worden war. Von Anfang an diente die wunderschöne Winterreitschule nicht nur Zwecken der Hofreitschule, sondern es wurden auch rauschende Bälle und Maskenfeste in ihr gefeiert. Im Revolutionsjahr 1848 tagte hier sogar der erste Reichstag der Monarchie! Sie befinden sich also auf traditionsreichem Boden; die Spanische Hofreitschule ist aus der österreichischen Geschichte nicht wegzudenken.
Warum denn „spanisch“?
Wahrscheinlich werden Ihre Kinder etwas verwirrt sein, wenn sie Sie von der Spanischen Hofreitschule sprechen hören. „Warum denn spanisch? Wir sind doch in Österreich!“ wird vielleicht ein schlauer Knirps fragen, und recht hat er! Dann können Sie ihm erklären, dass die ersten Pferde, die in der Hofreitschule beritten wurden, spanischer Herkunft waren. Auch die Lipizzaner, die heutigen Stars der Hofreitschule, haben spanische Vorfahren. Tatsächlich heißt diese älteste Kulturpferderasse Europas erst seit dem 19. Jahrhundert Lipizzaner; vorher trugen die edlen Schimmel den Namen „Spanische Karster“. Ansonsten ist an der Hofreitschule natürlich herzlich wenig spanisch, sondern im Gegenteil alles kaiserlich-königliche habsburgische Tradition!
Morgenarbeit
Am besten kommen Sie morgens in die Hofreitschule und wohnen der sogenannten „Morgenarbeit“ der weißen Hengste und ihrer Bereiter in historischer Uniform bei! Seit dem Ende der Monarchie ist die Morgenarbeit öffentlich, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Allerdings ist das Zuschauen kostenpflichtig, schließlich muss sich die Spanische Hofreitschule seit 2001 als Gesellschaft öffentlichen Rechts finanzieren. Bei der Morgenarbeit können Sie hautnah miterleben, wie die Bereiter mit ihren kostbaren Schimmeln in Gruppen mit bis zu acht Tieren üben, im Fachjargon gymnastizieren. Bestimmte Muskelpartien müssen trainiert werden, damit die Pferde die Lektionen der sogenannten „Hohen Schule der Reitkunst“ überhaupt erlernen können. Ihre Kinder werden mit strahlenden Augen jede Bewegung der herrlichen Tiere verfolgen…
Geführter Rundgang
Lohnend für Pferdefans ist auch ein geführter Rundgang durch die weitläufigen Anlagen der Spanischen Hofreitschule. Ein solcher Rundgang dauert etwa eine Stunde und ermöglicht Ihnen einen Einblick in die Stallungen der Lipizzaner, die Sommerreitschule und die Stallburg, Wiens bedeutendstes Renaissance-Gebäude. Und dann landen Sie garantiert im Cafè der Spanischen Hofreitschule im stimmungsvollen Innenhof der Sommerreitschule und beschließen Ihren Ausflug mit einer zünftigen „Melange“ für alle!
Informationen zu Eintrittspreisen und aktuellem Programm finden Sie unter www.srs.at
01.11.2009
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